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Die liebenswuͤrdige Ghuͤlnas ihrerſeits geruͤhrt von der traurigen Lage derjenigen, die ihr ſo viel Guͤte erzeigte, ſuchte ſie zu erleichtern. Sie uͤbergab ihr einen Diamant, welchen ſie verborgen hatte, als ihr unmenſchlicher Vater ſie in den Kaſten geſperrt, und trug der alten Frau auf, ihn fuͤr zweitauſend Zeckie⸗ nen zu verkaufen.
Da der Diamant von großer Schoͤnheit war, ſo fand die alte Frau bald einen Kaͤufer, und kam ganz freudig wieder heim zu derjenigen, die ſie ihre geliebte Tochter nannte.
Ghuͤlnas miethete nun fuͤr ſich und ihre Gefaͤhr⸗ tinn ein bequemeres und geraͤumigeres Haus, welches ſie mit ſauberem Geraͤthe verſehen ließ. Sie begann, ſich uͤber ihr Ungluͤck zu troͤſten und ſich nach dem Stande zu bequemen, in welchem ſie ſich befand, als neue Unfaͤlle ſie noch beklagenswerther machten, als zuvor.
Der Ruf ihrer Schoͤnheit verbreitete ſich in der Stadt, wo ſie wohnte; und ein junger Mann ward ſo ſterblich in ſie verliebt, daß er es wagte, ihr ſeine Leidenſchaft zu erklaͤren. Da ſeine Verwegenheit nicht den von im erwarteten Erfolg hatte, verwandelte ſeine Liebe ſich in Wuth, und er beſchloß ſich an derjeni⸗ gen zu raͤchen, die ſeine Liebe verachtete. Er reiſte nach Kaſhemir, und als er hier dem Waſſerträger be⸗ gegnete, ſagte er zu ihm:


