Teil eines Werkes 
4. Bd. (1827)
Entstehung
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Sein e. 351 Zweihundert und acht und vierzigſter Tag.

Die wohlwollende Abaſa ergriff dieſe Gelegenheit, zwei Gluͤckliche zu machen, und ihren Bruder von ei⸗ ner Leidenſchaft zu heilen, welche ihm nur Herzeleid erregen konnte. Sie empfing den Chalyfen mit aller Ehrfurcht, welche ſie dem Beherrſcher ſchuldig war, und mit aller Zaͤrtlichkeit, welche ſie dem Bruder ge⸗ widmet hatte. Sie ſelber ſchenkte ihm koͤſtliches Ge⸗ traͤnk ein, und ließ vor ihm durch ihre Frauen leichte und glaͤnzend Taͤnze auffuͤhren, um ſeine Augen zu ergetzen und ſein Gemuͤth zu erheitern.

Hierauf bat ſie ihn um Erlaubnis, mit einer an⸗ dern Unterhaltung abzuwechſeln, und ließ von denjeni⸗ gen ihrer Frauen, welche ſich am beßten darauf ver⸗ ſtanden, mancherlei Geſchichten erzaͤhlen. Da der Fuaͤrſt großes Gefallen an ſinnreichen Erzaͤhlungen

fand, erzaͤhlte ihm auch Abaſa„ als die Reihe an ſie kam, folgende Geſchichte:.

„Herr, ich will Euer Majeſtaͤt eine Geſchichte er⸗ zaͤhlen, deren ungluͤckliche Wendung auf gleiche Weiſe die Liebe und die Menſchlichkeit empoͤrt.

Ein reicher Kaufmann in Agra) hatte einen Sohn, welchen er gluͤcklich machen wollte; er waͤhlte

*) Große Stadt in Indien, vormals Sitz des Groß⸗Mo⸗ gols.