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die jetzt ihre Beſchuͤtzerinn geworden war, ihnen ein kleines Feſt geben, mit Zuziehung aller der Sklaven, welche ſie bedienten. Numan ſtaͤts verſchleiert, galt fuͤr eine Fremde, welche die Prinzeſſinn hatte kommen laßen, um die Laute zu ſpielen, die Numan in der That hinreißend ſpielte.
Nach einem koͤſtlichen Abendeſſen, ließ die Prin⸗ zeſſinn Seineb die zaͤrtlichen Lieder ſingen, welche ſie in ihrer Schwermuth oft wiederholt hatte, wenn ſie ſich nach ihrem theuren Numan ſehnte. Dieſer be⸗ gleitete mit der Laute die Stimme ſeiner Gebieterinn; und dieſes Konzert, von zwei Liebenden ausgefuͤhrt, die ſo innig mit einander uͤbereinſtimmten, entzuͤckte ſelbſt diejenigen, die nicht wußten, wie viel Vergnu⸗ gen es beiden gewaͤhrte, indem ſie ſo ihre Kunſt mit einander verſchmolzen..
Die ruͤhrende Stimme Seinebs ertoͤnte uͤber die Zimmer der Prinzeſſinn hinaus. Der Chalyf, der ge⸗ rade unter ihren Fenſtern vorbeiging, wurde durch Toͤne feſtgehalten, welche ſtaͤts den Weg zu ſeinem Herzen gefunden hatten: er trat hinein, und machte ſeiner Schweſter freundliche Vorwuͤrfe, daß ſie in ih⸗ ren Zimmern ſich Vergnuͤgungen machte, an welchen ſie ihn nicht theilzunehmen vergoͤnnte. 8


