Teil eines Werkes 
4. Bd. (1827)
Entstehung
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Abulfauaris: zweite Reiſe. 27

Gib den Handel auf, und lebe ruhig bei mir; es ſoll dir an nichts fehlen.“

Er nahm mein Erbieten an. Er wohnte bei mir im Hauſe, und indem er allmaͤhlich an der Muͤßigkeit Gefallen fand, verlebte er ſeine Tage ganz angenehm, unter Luſtwandeln und Ergetzungen mit ſeinen Freunden.

Ich meinerſeits war nur damit beſchaͤftigt, Kan⸗ ſade'n zu gefallen, und ihr Vergnuͤgen zu verſchaffen. Ich habe von jeher den Aufwand geliebt, und da meine Einkunfte, obwohl anſehnlich genug, jedoch nicht zureichten, unſere Lebensweiſe zu beſtreiten, ſo gewahrte ich nach einigen Jahren, daß mein Erbtheil ſich ſehr vermindert hatte. Aus Furcht, in Duͤrftig⸗ keit zu gerathen, war ich darauf bedacht, dem zuvor⸗ zukommen. Ich beſchloß alſo, mich mit einem reichen Kaufmanne zu verbinden, und einen Handel nach dem Koͤnigreiche Golkonda anzufangen.

Nicht ohne Muͤhe willigte meine Frau ein, daß ich eine ſo weite Reiſe unternaͤhme. Sie gab jedoch meinen Beweggruͤnden nach, in der Hoffnung, daß ich mit Reichthuͤmern beladen nach Baßra heimkehren, und darnach meine uͤbrigen Tage bei ihr in Ruhe derleben wuͤrde.

Ich trat alſo mit einem Kaufmanne, deſſen Red⸗ lichkeit mir bekannt war, in Handelsgeſellſchaft. Wir kauften Waaren, um ſie in Szurat zu verkaufen,