Abulfauaris: erſte Reiſe. 17 Hundert und neun und ſiebzigſter Tag.
Die drei Zuhdrer des Abulfauaris waren hoͤchſt erſtaunt, als er ihnen ſagte, daß er Kanſade'n, nach ihrem Leichenbegaͤngniſſe, dennoch lebendig vor ſich ſah. Er bemerkte es, laͤchelte daruͤber, und fuhr dann in ſeiner Erzaͤhlung folgendermaßen fort:
„Ich glaubte anfangs, es waͤre eine Erſcheinung, und die Zuͤge der Schoͤnen, welche mir die theuerſte auf der Welt war, erregten meinen Sinnen denſelben Schauder, welchen ein Geſpenſt wuͤrde hervorgebracht haben.
Sie bemerkte meine Verwirrung, und konnte ſich nicht enthalten daruͤber zu laͤcheln.
„Abulfauaris,“ ſprach ſie zu mir,„es geſchah nicht, um euch zu erſchrecken, daß ich euch zu ſehen
wäuͤnſchte: nicht Kanſaden's Schatten iſt es, der ſich
euren Augen darbietet, es ſind wirklich ihre eigenen Zuͤge.— Euer Schreck,“ fuͤgte ſie hinzu,„iſt zwar nicht ohne Grund; man ſieht keinesweges mit Ruhe ploͤtzlich eine Perſon wiedererſcheinen, welche man todt glaubt: aber ich will euer Entſetzen zerſtreuen, indem ich euch ſage, daß ich noch gar nicht zu leben aufge⸗ hoͤrt habe.“
Hierauf erzaͤhlte ſte mir nun, wie ſie das Ober⸗ haupt der Prieſter ihres Glaubens gewonnen, und
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