Teil eines Werkes 
4. Bd. (1827)
Entstehung
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Abulfauaris: erſte Reiſe. 13

Regierung ſtehen,*) und die Privatleute bei ſich fuͤr Geld koͤnnen tanzen laßen. Er hoffte, daß eine von dieſen Maͤdchen, die eben nicht das Geluͤbde der Keuſchheit abgelegt haben, meine Blicke reizen, und endlich Kanſade'n aus meinem Gedaͤchtniſſe verdraͤngen wuͤrde.

Waͤhrend er ſo nichts vernachlaͤßigte, ſeine Abſicht zu erreichen, kam ein Sklave in ſein Haus, fragte nach mir, und wollte mich allein ſprechen. Es war derſelbe Sklave, dem ich bei meiner Ankunft in Se⸗ rendib begegnet war, und der mir ſo ſchoͤne Verſpre⸗ chungen gethan, welche er ſo ſchlecht gehalten hatte.

Herr, ſagte er zu mir,wenn ihr mich nicht eher wiedergeſehen habt, ſo iſt das nicht meine Schuld: meine Herrinn hatte mir verboten, mit euch zu reden, und ich wagte nicht, ihr ungehorſam zu ſein: ſie ſetzte etwas darein, ſich als eine Tugendheldinn zu

*) In Indien gibt es an vielen Orten ſolche Geſellſchaften von Tänzerinnen, unter Genehmigung der Fürſten, welche die Statthalter beſchützen und ſogar eine Abgabe von ihnen be⸗ ziehen. Dieſe Tänzerinnen kommen in die Privathänſer, ſo bald man ſie verlangt, und tanzen für Geld. Sie find prächtig gekleidet, mit Steinen geſchmückt, und verſchmä⸗ hen gemeinlich freigebige Liebhaber nicht: aber es iſt nicht erlaubt, ſie zu beſchimpfen, und man würde ihnen nicht ungeſtraft Gewalt anthun. Ihre Tänze ſind lebhaft, ſehr ergetzlich, aber etwas üppig.