Abulfauaris: erſte Reiſe. 5
Gegenſtand meine ganze Aufmerkſamkeit auf ſich, welche er zu verdienen ſchien.
Ich ſah naͤmlich mehrere Heidenprieſter, die am Ufer von Rohr und anderem brennbaren Zeuge eine Art von Huͤtte errichteten. Ich naͤherte mich ihnen, und fragte ſie, was ſie da machten.
Einer von ihnen antwortete mir:„Ihr muͤßt wohl erſt neulich nach Serendib gekommen ſein, weil ihr mir dieſe Frage thut. Sind euch denn die Gebraͤuche der Heiden unbekannt, und daß dieſer Ort zu ihrer Leichenfeier beſtimmt iſt? Hier wird ihre ſterbliche Huͤlle verbrannt, und hier erwerben ſich ihre Frauen, indem ſie ſich ihren abgeſchiedenen Gatten zum Opfer darbringen, unſterblichen Ruhm. Es iſt kuͤrzlich ei⸗ ner von den vornehmſten Herren des Hofes von Se⸗ rendib verſtorben; ſein Leichnam wird binnen fuͤnf bis ſechs Stunden an dieſem Ufer verbrannt, und ſeine treue Gattinn von denſelben Flammen verzehrt wer⸗ den, welche ihn in Aſche verwandeln ſollen.“
Hundert und ſechs und ſiebzigſter Tag.
Da ich dieſe Feierlichkeit niemals geſehen hatte, obgleich ich wohl wußte, daß ſie an Tauſend Orten auf Erden beobachtet wird, ſo beſchloß ich, Zeuge davon zu ſein. Ich konnte mich nicht enthalten, die Ver⸗


