Teil eines Werkes 
4. Bd. (1827)
Entstehung
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Abulfauaris: erſte Reiſe. 3

meine Herrinn alles erfahren ſoll, was ich geſehen habe. Ich werde ihr durch eine ihrer Frauen ſagen laßen, daß ihr euer voriges Betragen ſehr bereuet, und daß ihr, wenn es jetzo noch erſt zu thun waͤre, nicht einen Augenblick anſtehen wuͤrdet, ihretwegen Mahomeds Lehre zu entſagen.

Nein, nein, rief ich bei dieſen Worten aus, huͤte dich wohl, ihr etwas ſagen zu laßen, woran ich nicht denke, und woran ich nicht denken koͤnnte, wenn es auch noch von mir abhinge, ſie um dieſen Preis zu beſitzen. Sage ihr bloß, daß ich in Ver⸗ zweiflung bin, ſie verloren zu haben, und zu verneh⸗ men, daß ſie mit ihrer Lage nicht zufrieden iſt.

Der Sklave ſchwur mir, daß er den Auftrag wel⸗ chen ich ihm gab, genau ausrichten wuͤrde. Er fuͤgte noch hinzu, ohne Zweifel, um meinen Schmerz zu lindern, er waͤre uͤberzeugt, daß Kanſade Mitleid mit mir empfinden wuͤrde; daß ihr Mitleid ſich nicht dar⸗ auf beſchraͤnken wuͤrde, mich im Geheimen zu bekla⸗ gen; und daß ſie, da ſie ſo gewandte Frauen um ſich haͤtte, mich nicht meiner Betruͤbnis uͤberlaßen wuͤrde.

Nach dieſem Geſpraͤche, verließ mich der Sklave, und ich blieb in einem Zuſtande zuruͤck, in welchem eben ſo viel Freude als Leid war. Wenn die Veraͤn⸗

ddeerung von Kanſadens Lage mich betruͤbte, ſo em⸗ pfefand ich dagegen einige Freude, wenn ich daran dachte, daß ſie mir wohl erlauben koͤnnte, ſie im

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