Teil eines Werkes 
4. Bd. (1827)
Entstehung
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2 275. C a g.

dert. Der Koͤnig von Serendib hat verlangt, daß ſie einen alten Herrn ſeines Hofes, der in ſie verliebt war, heiraten ſollte: ſie hat nicht umhin gekonnt, ihm zu gehorchen; ſie iſt vermaͤhlt.

Der Schmerz, welchen ich bei dieſer Neuigkeit blicken ließ, war ſo lebhaft, daß der Sklave davon geruͤhrt ſchien.

Es thut mir Leid, ſagte er,daß die Vermaͤh⸗ lung meiner Herrinn euch ſo betruͤbt: es iſt aber eure Schuld auch; warum entſagtet ihr nicht euerm Pro⸗ phetenk ſo wuͤrdet ihr gegenwaͤrtig die ſchoͤnſte Frau

von der Welt und unermeßliche Reichthuͤmer beſitzen.

Waͤre ich an eurer Stelle geweſen, mir haͤtte man

nicht ſo lange Bedenkzeit zu geben gebraucht, als

man euch gab: gleich den erſten Tag, ja noch in der erſten Stunde und in der erſten Minute, haͤtte ich mich entſchloſſen, alles zu thun, was Kanſade verlangte. Wie viel Herzeleid haͤttet ihr euch ſelber, und auch ihr, erſpart! denn nach eurer Abfahrt, ward ſie krank, und es fehlte nicht viel, ſo waͤre ſie geſtorben.

Ich weiß nicht, fuhr er fort,ob ich ihr ſagen darf, daß ihr in Serendib ſeid; ich fuͤrchte, ihr ei⸗ nen Kummer zu erneuen, welchen der alte Herr, den ſie geheiratet hat, nicht eben geeignet iſt zu zerſtreuen. Auf der andern Seite ſehe ich euch ſo betruͤbt, daß ich mich nicht entſchließen kann, euch allen Troſt zu

entziehen. Ich verſpreche euch alſo, daß heute noch

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