172. Tag.
auszog, war nicht zu zaͤhlen. Wir gebrauchten drei volle Tage, um ſie alle zu oͤffnen, und die Perlen aus denſelben zu theilen, und dieſe Theilung fiel ſo aus, daß jeder damit zufrieden ſein konnte.
Sodann ging man wieder unter Segel und ſteu⸗ erte nach Serendib, um dort die gemalte Leinwand von Szurat zu verkaufen, und dagegen Zimmet ein⸗ zukaufen. Wir ſchifften froͤhlich dahin, als ſich ploͤtz⸗ lich ein wuͤthender Sturm erhub, der uns von unſerer Fahrt abtrieb, und uns auf gut Gluͤck ſechs Tage lang umher irren ließ. Am ſiebenten Tage ward wie⸗ der ſchoͤn Wetter; aber weder der Steuermann noch der Schiffshauptmann konnten beſtimmt angeben, wo wir waͤren. Es duͤnkte uns, daß unſer Schiff dahin liefe, als wenn es von Meerſtroͤmen fortgeriſſen wuͤrde. Wir wußten nicht, was wir davon denken, noch was wir dagegen anſtellen ſollten; denn trotz al⸗ len unſeren Anſtrengungen, wurde das Fahrzeug un⸗ widerſtehlich gegen einen Berg hingezogen, welchen wir endlich am achten Tage entdeckten.
Dieſer Berg ſtreckte ſich weit hin, und ſchien von erſtaunlicher Hoͤhe. Er war ſehr ſteil, und, was uns am meiſten auffiel, er ſah aus, als wenn er von geſchliffenem Stahle waͤre, ſo hell und leuchtend erſchien er uns. Da ſtieß ein alter Matroſe einen tie⸗ fen Seufzer aus, und rief:


