Abulfauaris: erſte Reiſe. 312
„Wir ſind verloren! Ich erinnere mich, vormals von dieſem Berge gehoͤrt zu haben. Man ſagt, er iſt allen Schiffen verderblich, welche ſich ihm naͤhern. So bald ſie einmal an den Fuß des Berges gekommen ſind, werden ſie dort, wie durch einen Zauber, feſtge⸗ halten: ſie koͤnnen nicht wieder los, noch ſich davon entfernen.“
Dieſer Bericht des alten Matroſen verſetzte die ganze Schiffsmannſchaft in graͤnzenloſe Betruͤbnis.
„Wehe!“ ſagte der eine:„was nuͤtzt es uns nun, ſo viel Perlen gefunden zu haben, wenn wir ſie hier zugleich mit dem Leben verlieren ſollen?“
„Konnte denn niemand unter uns“ rief ein an⸗ drer aus,„die Gefahr fruͤher erkennen, in welcher wir uns nun befinden?“
Dieſer hier erfuͤllte die Luft mit Wehklagen und Jammergeſchrei, daß er ſeine Frau und Kinder nie wiederſehen ſollte; jener warf ſich auf dem Verdeck zuf die Knie nieder und flehte die Huͤlfe des Prophe⸗ en an.
Mehr geruͤhrt von der Betruͤbnis, in welcher ich alle um mich her ergriffen ſah, als von der Gefahr — welche uns drohte, ſagte ich zu dem Schiffs⸗
errn: „Herr, was hilft es, uns feige dem Schmerze hinzugeben? Laßt uns lieber auf Mittel denken, aus dieſer Noth zu kommen. Was mich betrifft, ſo


