Abulfauaris: erſte Reiſe. 30⁰7
jedoch nicht den Muth; und mit Huͤlfe unſers großen Propheten der mich ohne Zweifel leitete, ſchritt ich dreiſt genug bis zu einer Oeffnung hin, wo ſich ein furchtbares Getoͤſe vernehmen ließ. Ich ſtand ſtill, und horchte; und nachdem ich einige Zeit aufmerkſam hingehoͤrt hatte, glaubte ich die Urſache dieſes Geraͤu⸗ ſches zu erkennen, und ich taͤuſchte mich nicht in mei⸗ ner Vermuthung. Es war das Zuſammenſchlagen mehrerer Wogen des Meeres, welche durch verſchie⸗ dene Spalten in die Kluͤfte des Berges eindrangen, ſich an dieſer Stelle begegneten. Hieraus ſchloß ich, daß ſie durch irgend eine Oeffnung wieder ins Meer zuruͤckſtromten, welche weit genug waͤre, daß ich mit ihnen hinaus koͤnnte, und ſprang in den Schlund hinab. Es fehlte nicht viel, ſo haͤtten die Fluten mich erſtickt: ſie benahmen mir die Beſinnung, riſſen mich mit ſich ſich hinweg, und ſchleuderten mich durch eine Spalte, welche man in dem Berge ſah, aufs Ufer des Meeres hin.
3 Hundert und zwei und ſiebzigſter Tag.
Als ich wieder meiner Sinne maͤchtig war, und die Kluft erblickte, durch welche die Fluten mich wie⸗ der ans Licht gebracht hatten, ſo warf ich mich am Ufer auf die Knie nieder, um dem Himmel fuͤr meine


