Abulfauaris: erſte Reiſe. 301
als um die Pflichten ſeiner Religion zu erfuͤllen. Beim Austritt aus dem Bade, brachten Sklaven uns feines Linnen und trockneten uns ab. 1
Wir gingen hierauf in einen Saal, wo wir uns beide an einen Tiſch ſetzten, der mit mehrerlei Fleiſch⸗ ſpeiſen in Schuͤſſeln von Chineſiſchem Porzelan und Japaniſchem lackiertem Zeuge bedeckt war. Muskaten⸗ nuß von Malakka,) Gewuͤrznelken von Makaſ⸗ ßares⸗) und Zimmet von Serendib wuͤrzten vor allen die Bruͤhen dieſer Speiſen. Nachdem wir nach Gefallen davon gegeſſen hatten, tranken wir Palmen⸗ wein, genannt Tary, welchen ich koͤſtlich fand.
Als wir ſo mit einander guter Dinge waren, ſprach mein alter Wirth zu mir:
„Ich will euch etwas vertrauen, das euch zu er⸗ kennen geben wird, wie weit meine Zaͤrtlichkeit fuͤr euch geht. Ich werde binnen vierzehn Tagen aus dem Hafen Szualisn) abſegeln, um nach einer Inſel zu ſchiffen, welche ich gewoͤhnlich alljaͤhrlich beſuche. Ihr
—» Auf der Malayiſchen Hinterindiſchen Halbinſel, Sumatra gegenüber; daher die Straße dazwiſchen die Malakka⸗ Straße heißt. 291 **) Haugtſtadt der ſonſt ebenſo, gewöhnlich aber Celebes
genannten Inſel. 5 4 ***) Szuali heißt der Hafen von Szurat, nach einem großen Dorfe, welches zweihundert Schritte vom Meere liegt.


