500 170. Ta g.
terhaltung war, daß wir zuſammen den Garten vee⸗ ließen und wieder in die Stadt gingen. Er fuͤhrte mich nach ſeinem Hauſe, welches keins der minder ſchoͤnen in Szurat war. Nachdem ſein Thuͤrhuͤter uns die Straßenthuͤre geoͤffnet hatte, erblickte ich, anſtatt des Hofes, zwei Blumenbeete*) mit allerlei Blumen, beide durch einen breiten Baumgang getrennt, deſſen Steig mit einem Moͤrtel bedeckt war, haͤrter und ſchoͤner als Marmor. Wir folgten dieſem Gange, der uns zu einem ſchoͤnen Wohngebaͤude fuͤhrte, wo man zwar kein Gold ſchimmern ſah, aber das Geraͤth, wenn auch eben nicht reich, doch nicht minder ange⸗ nehm zu ſehen war. Die Teppiche und Sopha's, obwohl nur von einfacher bunter Leinwand, zierten jedoch nicht deſto weniger die Zimmer; denn dieſe Leinwand war hoͤchſt geſchmackvoll gemuſtert und von der ſchoͤnſten, welche in Maßuͤlipatane) und an anderen Orten der Kuͤſte Koromandel verfertigt wird.
Der Greis noͤthigte mich zuvoͤrderſt, in einem gro⸗ ßen ſteinernen Becken voll klaren reinen Waſſers, welches ihm gewoͤhnlich zum Waſchen diente, mich mit ihm zu baden, ſo wohl um ſich zu erfriſchen,
*) In Szurat haben alle Häuſer der Reichen, anſtatt der Höfe, dergleichen Blumenbeete.
**) Ein zu Golkonda gehöriger Hafen.


