Teil eines Werkes 
3. Bd. (1827)
Entstehung
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298 170. Tag.

Baͤder, welche dort ſehr ſchoͤn ſind, und wo man beſ⸗ ſer bedient wird, als irgend anderswo auf Erden. Ich luſtwandelte auch haͤufig in den ſchoͤnen Umgebun⸗ gen und vor den Thoren der Stadt, oder in den koͤſt⸗ lichen Gaͤrten; denn man ſieht hier Gaͤrten, die ſehr ſorgfaͤltig unterhalten, und fuͤr jedermann offen ſtehen, wer ſich darin ergehen will.

Eines Tages, als ich in einem dieſer Gaͤrten luſt⸗ wandelte, nahte ſich mir am Ende eines Baumgan⸗ ges ein ſchon etwas bejahrter Mann, und gruͤßte mich ſehr hoͤflich. Ich gruͤßte ihn ebenſo wieder, und wir knuͤpften ein Geſpraͤch mit einander an. Da er ſich mir ſehr freimuͤthig und offenherzig zeigte, ſo reizte ſeine Offenheit auch die meinige. Er ſagte mir, er waͤre ein Heide und haͤtte auf der Rheede von Szurat ein ihm gehoͤriges Schiff, womit er alljaͤhrlich eine kleine Seereiſe machte. Ich meinerſeits, um nicht im Vertrauen hinter ihm zuruͤckzubleiben, ſagte ihm, ich waͤre ein Mahomedaner, und erzaͤhlte ihm alle meine Abenteuer.

Er bezeigte ſich ſo theilnehmend an meinen Unfaͤl⸗ len, daß es mir auffiel. Er bemerkte dieß, und ſprach zu mir: 3

„Ich ſehe wohl, mein Sohn, daß ihr verwundert ſeid, mich ſo lebhaft an euren Leiden theilnehmen zu ſehen. Aber, außerdem daß ich von Natur hoͤchſt mitleidig mit den Ungluͤcksfaͤllen meiner Naͤchſten bin,