Abulfanaris: erſte Reiſe. 295
„Ich will in die Stadt gehen,“ ſagte ich zu ihm, „einen Huͤlla zu ſuchen, und ihn dieſe Nacht, ſammt dem Nayb des Kadi's, in mein Haus fuͤhren. Mor⸗ gen fruͤh, wenn der Huͤlla Fakrinniſa verſtoßen hat, komme ich, euch davon zu benachrichtigen, und wir wollen dann unſere Ehe unter guͤnſtigeren Vorbedeu⸗ tungen erneuen.“ 1
Hundert und neun und ſechzigſter Tag.
Dehauſch ging nach Hauſe, wieder etwas zufrie⸗ dener mit mir, als er bei der Nachricht von der Ver⸗ ſtoßung ſeiner Tochter geweſen war. Er uͤberließ mir die Sorge, einen Huͤlla zu waͤhlen, und alles was ſonſt zu der Feierlichkeit gehoͤrte. So ging ich denn ſelber hin, Fakrinniſa's Geliebten zu holen, und beide wurden in meiner Gegenwart durch den Stellvertreter des Kadi's vermaͤhlt. Sie brachten die Nacht mit ein⸗ ander zu, und am folgenden Morgen, als der Huͤlla ſich weigerte, ſeine Frau zu verſtoßen, begab ich mich zu Dehauſch, und erzaͤhlte ihm, indem ich einen Schmerz bezeigte, welchen ich nicht fuͤhlte, daß der Huͤlla ſeine Frau nicht verſtoßen wollte, obgleich er
mir den Tag zuvor verſprochen haͤtte, alles zu thun,
was ich verlangete.
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