Teil eines Werkes 
3. Bd. (1827)
Entstehung
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294 168. Ta g.

wurde. Aber ſie ſchwur zuvor ihre Religion ab, und nahm die Mahomedaniſche an. Der ganze Gewinn, welchen ich von meiner Verbindung mit Fakrinniſa hatte, beſtand darin, daß ich dieſes Fraͤulein noͤthigte, dem Goͤtzendienſte fruͤher zu entſagen, als ſie ſonſt wohl gethan haͤtte. So liebenswuͤrdig ſie war, ſo opferte ich jedoch die Rechte des Gatten der Ehre meines ihr gegebenen Wortes auf, ſie nur als ein mir anvertrautes fremdes Beſitzthum zu betrachten, wel⸗ ches ich rein und ganz zuruͤckgeben muͤßte. Ich war nicht lange damit belaͤſtigt, und auf folgende Weiſe ſtellte ich es, nach der Vorſchrift meiner Frau, an, um ſie den Armen ihres Geliebten zu uͤberliefern.

Wenige Tage nach unſerer Vermaͤhlung verſtieß ich ſie. Dehauſch, erſtaunt uͤber mein Verfahren, kam zu mir; denn wir hatten gleich am Tage unſerer Hoch⸗ zeit ein eigenes Haus bezogen. Er befragte mich, warum ich Fakrinniſa verſtoßen haͤtte. Ich antwortete ihm, ich haͤtte wahrgenommen, daß 15 eine geheime Leidenſchaft im Herzen naͤhrete, und weil ich nicht eine Frau wider ihren Willen beſitzen wollte, ſe. haͤtte ich ſie verſtoßen.

Er lachte mich aus uͤber mein Zartgefuͤhl, und ſagte ſeine Tochter wuͤrde ſich ſchon allmaͤhlich an mich gewoͤhnen. Kurz, er ermahnte mich, ſie wiederzu⸗ nehmen, und ich ſtellte mich, als ließe ich mich uͤber⸗ reden.