Abulfanaris: erſte Reiſe. 293
wiedernehmen wollt, und erwaͤhlet meinen Geliebten zu eurem Huͤlla.“*)
„Ich verſtehe euch,“ unterbrach ich ſie,„ihr wuͤnſcht nur, daß ich euch heirate, um euch euerm Geliebten zu uͤberliefern. Wohlan, mein Fraͤulein, ich willige ein: ihr ſollt befriedigt werden. Wie ſchwer es auch ſei, den Beſitz eines reizenden Weſens einem andern abzutreten, doch fuͤhle ich mich einer ſolchen Ueberwindung faͤhig. Aber was wird Herr Dehauͤſch davon denken? was wird er zu mir ſagen? Euch iſt nicht unbekannt, was ich ihm verdanke. Mein Be⸗ tragen wird ihm auffallen; er wird nicht ermangeln, mir Vorwuͤrfe daruͤber zu machen: was ſoll ich ihm darauf antworten?“
„Seid deshalb unbeſorgt,“ erwiederte ſie;„ihr duͤrft nur genau alles thun, was ich euch ſagen werde, und ich ſtehe euch dafuͤr, mein Vater wird mit euch zufrieden ſein.“
Auf dieſes Verſprechen hin, verſicherte ich ſie, daß ich entſchloſſen waͤre, ihrer Liebe auf ſolche Weiſe zu dienen, wie ſie wuͤnſchte.
Erfreuet uͤber dieſe Zuſicherung, drang ſie bei ih⸗ rem Vater ſo ſehr auf die Beſchleunigung unſerer Hochzeit, daß ſie ſchon wenige Tage darnach gefeiert
*) S. Bd. I. S. 217.


