Teil eines Werkes 
3. Bd. (1827)
Entstehung
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292² 168. Tag.

rathen, der da glaubte, ich willigte ein, weil ich nicht mehr widerſprach, und hin ging, ſeiner Frau und ſei⸗ ner Tochter dieſe Neuigkeit mitzutheilen.

Ich hatte bald darauf eine Unterhaltung mit Fa⸗ krinniſa. Sie ſchien mir ſo froh und zufrieden, daß ich mich nicht enthalten konnte, mir einzubilden, daß ich ihr wohlgefiele. Ihr werdet gleich hoͤren, ob ich mir ihre Freude richtig auslegte.

„Abulfauaris,“ ſprach ſie zu mir,„ich bin er⸗ freuet, daß euch mein Vater zu meinem Gatten er⸗ waͤhlt hat, denn ich zweifle nicht, daß ihr großmuͤ⸗ thig genug ſein werdet, mein Gluͤck machen zu wollen, ſelöſt auf Koſten des eurigen.“

„Ihr taͤuſchet euch nicht, ſchoͤnes Fraͤulein,“ ant⸗ wortete ich ihr,„es gibt nichts, was ich nicht fuͤr die reizende Fakrinniſa thaͤte.“

„Hdret mich an,“ fuhr ſie fort,„und ihr ſollt erfahren, welchen Dienſt ich von euch erwarte. Ich liebe den Sohn eines Kaufmanns in Golkonda, und werde leidenſchaftlich wieder geliebt. Er hat mehrmals bei meinem Vater um mich anhalten laßen, dieſer mich ihm aber jedesmal abgeſchlagen, wegen einer al⸗ ten Feindſchaft, die zwiſchen unſeren beiden Haͤuſern obwaltet. Ihr muͤßt mich nun heiraten, aber am Morgen nach unſerer Hochzeit mich, wie im Zorne, verſtoßen; ſodann ſtellet ihr euch, als wenn ihr mich