Abulfanaris: erſte Reiſe. 291
Glauben zugethan waͤret: aber ihr ſeid dem Heiden⸗ thum.. 4 u
„Oh, wenn nur dieſes Hindernis dir im Wege ſteht,“ antwortete mein Herr,„ſo werden wir bald einig ſein; denn ich bin eben entſchloſſen, Mahome⸗ daner zu werden, und meine Tochter mit mir. Un⸗ geachtet der Vorurtheile, mit welchen die heidniſchen Prieſter meinen Geiſt erfuͤllt haben, bin ich es doch muͤde, Ochſen und Kuͤhen goͤttliche Ehre zu beweiſen. Ich habe zu viel geſunden Verſtand, um nicht einzu⸗ ſehen, daß dieſes ein klaͤglicher Aberglaube iſt, und ich fuͤhle, daß es ein hoͤchſtes Weſen gibt, welches uͤber alle andere Goͤtter erhaben iſt. Drum, mein Sohn, nimm meinen Antrag ohne Bedenken und ohne
Zaudern an.“
Hundert und acht und ſechzigſter Tag.
Obſchon Fakrinniſa ſehr liebenswuͤrdig, und die, Heirat ſehr vortheilhaft fuͤr mich war; obſchon ich mir von Seiten meiner Religion durch die Verheiratung mit Dehauſch's Tochter nichts vorzuwerfen hatte, ſo fuͤhlte ich jedoch einen Widerwillen gegen dieſe Ver⸗ bindung: was nur die Wirkung des Andenkens an Kanſade ſein konnte. Ich hatte gleichwohl Gewalt genug uͤber mich, meinem Herrn nichts davon zu ver⸗


