Teil eines Werkes 
3. Bd. (1827)
Entstehung
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Hundert und ſiebenter Tag.

Ich war hoͤchſt niedergeſchlagen, zu vernehmen,

daß ich einen Gegenſtand liebte, deſſen Lebenslauf laͤngſt beſchloſſen war. d ich unſinniger! rief ich aus:warum habe ich den Sultan meinen Vater nicht gefragt, weſſen Bildnis es ſei, das ich in ſeinem Schatze gefunden habe? er wuͤrde mir ſchon geſagt haben, was ich jetzt erſt vernehme. Welche Leiden und Todesgefahren haͤtte ich mir erſpart! Ich wuͤrde meine Liebe in der Geburt erſtickt, und ſie vielleicht nicht ſolche Macht uͤber mich gewonnen haben; ich haͤtte Kahiro nicht verlaßen, und Saed lebte noch: muß nun ſein Tod die Frucht meiner eingebildeten Liebe ſein?

Was mich noch allein troͤſtet, ſchoͤne Prinzeſſinn, fuhr ich fort, indem ich mich zu Malika wandte, iſt, daß ich euch nuͤtzlich ſein kann: Dank der Kraft meines Ringes, ich bin im Stande, euch dem Koͤnig euerm Vater wiederzugeben.

Zu gleicher Zeit wandte ich mich zu dem Geiſte, und ſagte zu ihm:Weil ich ſo gluͤcklich bin, im Beſitze des Siegelringes Salomons zu ſein, und alſo die Macht habe, den Geiſtern zu gebieten, ſo gehorche mir: ich befehle dir zur Stunde mich mit der Prin⸗ zeſſinn Malika nach dem Koͤnigreiche Serendib vor die Thore der Hauptſtadt zu verſetzen. 4