Ssyfel Muluk. 19
„Ich bin bereit, euch zu gehorchen, Herr,“ ant⸗ wortete mir der Geiſt,„welches Herzeleid mir auch der Verluſt der Prinzeſſinn erregen mag.“
„Du biſt gluͤcklich genug,“ erwiederte ich,„daß ich mich begnuͤge, von dir zu fordern, daß du uns beide nach der Inſel Serendib bringeſt; du verdienteſt, daß ich, zur Strafe fuͤr die Entfuͤhrung Malika's, von aller meiner Macht Gebrauch machte, welche der Siegelring des Propheten mir uͤber die abtruͤnnigen Geiſter verleihet.“
Der Geiſt erwiederte nichts auf dieſe Worte; er ſchickte ſich auf der Stelle an, meinen Befehl auszu⸗ fuͤhren: er nahm uns beide, die Prinzeſſinn und mich, unter ſeine Arme, und verſetzte uns im Augenblick an die Stadtthore von Serendib.
„Iſt das alles,“ ſagte hierauf der Geiſt zu mir, „was ihr von mir verlanget? habt ihr mir nichts weiter zu befehlen?“
Ich antwortete ihm Nein, und ſpogleich ver⸗ ſchwand er.
„Wir nahmen Herberge in der erſten Karavanſerei, welche wir beim Eintritt in die Stadt antrafen, und hier uͤberlegten wir nun, ob wir nach Hofe ſchreiben ſollten, oder ob ich ſelber zu dem Koͤnige gehen und
„ihm die Ankunft der Prinzeſſinn kund thun ſollte.
Das letzte ſchien am raͤthlichſten, und ich be⸗
gab mich nach dem Palaſte, der mir von ſeltſamer


