Séyfel Müuͤluk. 15
warf ſich mir zu Fuͤßen, und ſprach folgendermaßen u mir:
1„O Prinz, Koͤnigsſohn, ihr habt nur zu befehlen, was euch beliebt, ich bin bereit, euch zu gehorchen.“
Dieſe Anrede uͤberraſchte mich; ich konnte nicht begreifen, wie dieſer Geiſt ſo kriechend vor mir war, und als ein Sklave zu mir ſprach. Aber ich hoͤrte auf, mich zu verwundern, als er fortfuhr in ſeiner Rede und zu mir ſagte:
„Der Ring, welchen ihr am Finger tragt, iſt der Siegelring Salomons) Jeder, der ihn beſitzt, kann durch keinen Unfall umkommen. Er kann auf einem bloßen Nachen die ſtuͤrmiſchten Meere durch⸗ ſchiffen, ohne Furcht, von den Fluten verſchlungen zu werden. Die wildeſten Thiere koͤnnen ihm nicht ſcha⸗ den, und er hat eine unumſchraͤnkte Gewalt uͤber die Geiſter. Alle Talismane, alle Bezauberungen weichen dieſem wundervollen Siegelringe.“
„Es geſchah alſo durch die Kraft dieſes Ringes,“ ſagte ich hierauf zu dem Geiſte,„daß ich nicht Schiff⸗ bruch litt?“
*) So groß iſt die beklagenswerthe Verblendung der Maho⸗ medaner; ſie legen dem Siegelringe Salomons tauſenderlei Kräfte bei. Dieß kann ich dem Derviſch Mokles nicht ver⸗ zeihen, daß er ſelber in dieſem Aberglauben befangen ſcheint.


