Teil eines Werkes 
3. Bd. (1827)
Entstehung
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14 106. T a g. muß euch ſogar ſagen, daß es zu verwundern iſt, wie ihr noch am Leben ſeid; denn ich habe den Geiſt ſa⸗ gen gehoͤrt, daß die wilden Thiere umher alle zerrei⸗ ßen, welche auf dieſer Inſel verweilen wollen; daher es denn koͤmmt, daß ſie unbewohnt iſt.

Waͤhrend die Prinzeſſinn Malika noch alſo ſprach, hoͤrten wir einen großen Laͤrmen im Schloſſe. Sie ſchwieg, um deutlicher zu hoͤren, und bald traf ent⸗ ſetzliches Geſchrei unſer Ohr.

Gerechter Himmel! rief jetzo die Prinzeſſinn aus,wir ſind verloren; das iſt der Geiſt, ich er⸗

kenne ihn an ſeiner Stimme. Ihr ſeid des Todes,

nichts kann vor ſeiner Wuth euch retten. Ach! un⸗ gluͤcklicher Prinz, welches Misgeſchick hat euch in die⸗ ſes Schloß gefuͤhrt? Wenn ihr auch der Grauſam⸗ keit der Schwarzen entgangen ſeid, wehe! ſo koͤnnet ihr doch nicht der Unmenſchlichkeit meines Raͤubers entſchluͤpfen.

Ich hielt alſo meinen Tod fuͤr gewis, und ich konnte mir in der That keinen freundlichen Empfang verſprechen. Der Geiſt trat mit wuͤthiger Gebaͤrde herein; er trug in der Hand eine ſtaͤhlerne Keule, und ſeine Geſtalt war von ungeheurer Groͤße. Er er⸗ grimmte bei meinem Anblick; aber anſtatt mir ſeine Keule auf das Haupt zu ſchmettern, oder einen dro⸗ henden Ton anzuſtimmen, naͤherte er ſich mir zitternd,