Teil eines Werkes 
3. Bd. (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8 105. T a g.

chen? Ich kann kaum glauben, daß ihr ein Menſch ſeid. Ihr ſeid ohne Zweifel der Prophet Elias? 1*)

Nein, edles Fraͤulein, antwortete ich ihr,ich bin nur ein gewoͤhnlicher Menſch, und ich kann euch verſichern, daß ich ohne alle Muͤhe hereingekommen bin; ich habe gar keine Schwierigkeit zu beſiegen ge⸗ habt. Die Thuͤre dieſes Schloſſes hat ſich geoͤffnet, ſobald ich den Schluͤſſel angeruͤhrt habe; ich bin in dieß Zimmer heraufgeſtiegen, ohne daß irgend eine Macht ſich mir widerſetzt hat. Ich konnte euch aber nicht ſo leicht aufwecken; das hat mir die meiſte Muͤhe gekoſtet.

*) Dieſer iſt auch, unter dem Namen Jlia, oder Jli, bei den Muſelmännern berühmt, und ſie erwarten, wie die Chriſten, ſeine Erſcheinung am Weltende; mit dem Zuſatze, daß er, oder jemand von ſeiner Verwandtſchaft, genannt Serib Bar Elia, dieſe zweite Zukunft Chriſti, auf ei⸗ nem Verge in Syrien erwarte. Sie nennen ihn auch Chedher(oder Chiſir, nach Türkiſcher und Perſiſcher Ausſprache), d. h. im Arabiſchen Grünlicht, wegen ſei⸗ nes Fortlebens in einem paradieſiſchen Garten. In allen Morgentändiſchen Romanen iſt auch die Quelle des Elias oder der Unſterblichkeit berühmt, welche der große König Dhulkarnaim(d. h. der zweihörnige, Alexander Ammon) vergeblich luchte, und welche die Quelle unſerer Dichtungen von dem Jungorunnen oder der Quelle der ewigen Jugend iſt. 8