Teil eines Werkes 
3. Bd. (1827)
Entstehung
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105. Ta g. Hundert und fuͤnfter Tag.

Ich ſtand einige Augenblicke ſtill, ſie zu betrach⸗ ten; ſie ſchien mir reizend, und ich waͤre verliebt in ſie geworden, wenn ich nicht ſo ſehr von meiner Bedy al Dſchemal eingenommen geweſen waͤre. Ich war hoͤchſt neugierig zu wiſſen, warum ich auf einer oͤden Inſel ein Frgulein ſo allein in einem Schloſſe ſah, worin ich niemand weiter fand. Ich wuͤnſchte ſehnlich, daß ſie erwachte; aber ſie lag in einem ſo tiefen Schlafe, daß ich es nicht wagte, ihre Ruhe zu ſtoͤren. Ich verließ das Schloß wieder, mit dem Entſchluſſe, nach einigen Stunden zuruͤckzukommen.

Ich wanderte auf der Inſel umher, und ich er⸗ blickte mit Entſetzen eine große Menge Thiere, von der Groͤße eines Tigers und beinahe geſtaltet wie Ameiſen; ich wuͤrde ſie fuͤr wilde und reißende Thiere gehalten haben, wenn ſie nicht meinen Anblick geflo⸗ hen haͤtten. Ich ſah auch noch andere Thiere, die mich zu ſcheuen ſchienen, obwohl ſie ein Anſehen von Wildheit hatten, welches Furcht einjagte.

Nachdem ich einige Fruͤchte gegeſſen hatte, deren ſchoͤner Anblick mich erfreute, und ziemlich lange um⸗ her gewandert war, kehrte ich in das Schloß zuruͤck, wo das Fraͤulein noch im Schlafe lag. Ich konnte nicht laͤnger der Luſt widerſtehen, mit ihr zu reden; ich machte Geraͤuſch in dem Zimmer, und ich that