Teil eines Werkes 
3. Bd. (1827)
Entstehung
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Séyfel Muͤluk. 5

allerlei Gevoͤgel in erhobenem Bildwerke darauf, und ein dickes Vorhangſchloß von Stahl, in Geſtalt eines Loͤwen, verſperrte ſie. Der Schluͤſſel ſtak in dem Schloſſe; ich nahm ihn, und drehte ihn um, und das Schloß zerſprang wie Glas, und die Thuͤre oͤff⸗ nete ſich mehr von ſelbſt, als durch die Kraft, welche ich dazu anwendete: was mich hoͤchlich in Erſtaunen ſetzte. Ich ſah nun eine Treppe von ſchwarzem Mar⸗ mor; ich ſtieg hinauf, und trat erſt in einen großen Saal, der mit ſeidenen und goldenen Teppichen und Sopha's von Brokat geſchmuͤckt war. Von hier kam ich in ein Zimmer, das mit reichem Geraͤthe verſehen war; aber dieß war es nicht, was am meiſten meine Aufmerkſamkeit beſchaͤftigte: eine junge Dame von vollkommener Schoͤnheit zog alle meine Blicke auf ſich; ſie lag auf einem großen Sopha, das Haupt auf ein Kiſſen geſtuͤtzt, mit reichen Kleidern angethan, und neben ihr ſtand ein Tiſchchen von Jaspis⸗Marmor. Da ihre Augen geſchloſſen waren, und ich Grund hatte zu zweifeln, ob es auch ein lebendiges Weſen waͤre, ſo naͤherte ich mich ihr leiſe, und bemerkte, daß ſie athmete.