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ganzen Tag, und ſelbſt die folgende Nacht; da ver⸗ zweifelte ich, ihn wiederzuſehen, und ließ die Luft von meinen Klagen und Seufzern erſchallen.
„Ach! mein theurer Saed,“ rief ich aus,„was iſt aus dir geworden? So lange ich dich beſaß, halfft du mir die Buͤrde meines Misgeſchicks tragen; du lin⸗ derteſt meine Leiden, indem du ſie mit mir theilteſt: durch welches Ungluͤck oder durch welche Bezauberung biſt du mir entriſſen? Welche Macht, grauſamer als die Schwarzen, hat uns getrennt? Es wuͤrde mir ſuͤßer geweſen ſein, mit dir zu ſterben, als hier al⸗ lein zu leben!“
Ich war untroͤſtlich uͤber den Verluſt meines Ver⸗
trauten; und es machte mich ganz verwirrt, daß ich nicht begreifen konnte, was mit ihm vorgegangen ſein mochte. Ich gerieth in die außerſte Verzweiflung; und entſchloſſen, ebenfalls auf dieſer Inſel umzukom⸗ men, ſagte ich:„ich will ſie ganz und gar durchlau⸗ fen, und hier Saed, oder den Tod finden.“ 34 Ich ging auf einen Wald zu, den ich vor mir ſah; und als ich hineinkam, entdeckte ich mitten in demſelben ein Schloß, das ſehr ſchoͤn gebaut und mit breiten und tiefen Graͤben voll Waſſers umgeben, de⸗ ren Zugbruͤcke niedergelaßen war. Ich ging hinuͤber, und trat in einen weiten, mit weißem Marmor ge⸗ llaſterten Hof, und naͤherte mich der Thuͤr eines ſchoͤnen Hauptgebaͤudes; ſie war von Aloeholz und


