Teil eines Werkes 
3. Bd. (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Séyfel Muluk. 3

eben ſo wohl allerlei Fruchtbaͤume, als die ſchoͤnſten Blumen. 3 Was uns aber noch mehr verwunderte, war, daß dieſe Inſel, obwohl ſo bequem und angenehm darauf zu leben war, uns jedoch oͤde ſchien:Wie koͤmmt es, ſagte ich zu Saed,daß dieſe Inſel unbewohnt iſt? Wir ſind doch wohl nicht die erſten, die hieher⸗ gekommen; andere vor uns werden ſie ohne Zweifel ſchon entdeckt haben; warum iſt ſie nun ſo verlaßen? Mein Prinz, antwortete mir mein Vertrauter, da niemand hier wohnt, ſo iſt das ein ſicheres Zei⸗ chen, daß man hier nicht wohnen kann; es muß hier irgend ein Uebelſtand ſein, der ſie unbewohnbar macht. Ach! als der ungluͤckliche Saed alſo ſprach, ahn⸗ dete er noch nicht, daß er ſo wahr redete. Wir brachten den Tag hin, uns zu vergnuͤgen und zu luſtwandeln; und als die Nacht gekommen war, ſtreckten wir uns auf dem Graſe hin, welches mit tauſend Blumen durchwirkt war, die lieblich dufteten. Wir ſchliefen wonniglich ein; aber bei meinem Erwa⸗ chen, war ich ſehr erſtaunt, mich allein zu ſehen. Ich rief Saed zu wiederholten Malen; da er mir nicht antwortete, ſo ſtand ich auf, ihn zu ſuchen; und nachdem ich einen Theil der Inſel durchlaufen hatte, kam ich wieder an dieſelbe Stelle, wo ich die Nacht zugebracht hatte, in der Hoffnung, ihn jetzo dort zu finden. Ich wartete auf ihn vergeblich den