3⁰⁸ 103., Tag. fuͤhren, und ſie der Schlange uͤberliefern, welche wir anbeten.“
Mihrafja uͤbernahm es ſelber„die Leute zu holen, ſie ging hinaus, und kam bald darauf in Begleitung von zwei Schwarzen zuruͤck.
„Tretet naͤher,“ ſagte die Prinzeſſinn zu ihnen, gnehmet dieſe beiden jungen Gefangenen, und fuͤhret ſie nach der Pagode.“
Die Schwarzen naͤherten ſich mir; aber in dem
Augenblicke, da ſie uns aus der Huͤtte fuͤhrten,
ſprach ſie zu ihnen:. „Haltet noch; ich weiß nicht, welches Gefuͤhl ſich in meinem Herzen regt, und ſich dem Tode dieſer bei⸗ den Schuldigen widerſetzt. Es iſt ohne Zweifel mein Haß, der durch eine ſo leichte Strafe nicht befriedigt wird. Ein ſchleuniger Tod iſt eine Wohlthat fuͤr die Elenden: ſie ſollen beide noch leben„ um laͤngere Qualen zu leiden. Ich will, daß ſie nach der Hirſe⸗ muͤhle gebracht und Nacht und Tag zum Mahlen an⸗ gehalten werden: ein ſo qualvolles Leben wird mich mehr raͤchen als ihr Tod.“ Mit dieſen Worten befahl ſie zwei Schwarzen uns nach einem Orte der Inſel zu bringen, wo Hand⸗ muͤhlen waren, und uns keinen Augenblick ruhen zu laßen. Dieß wurde auf der Stelle vollzogen. Man brachte uns dorthin, wo wir Hirſe mahlen mußten. Und als wenn uns dieſe Arbeit nicht ſchon elend genug


