Teil eines Werkes 
2. Bd. (1827)
Entstehung
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Séyfel Muͤluk. 305

Als die Nacht gekommen war, erſchien ein ſchwar⸗ zer Hausbeamter der Prinzeſſinn Huͤsnara, und ſagte u uns:

3Gluͤckliche Gefangene, bereitet euch, die ſuͤßeſten Freuden zu ſchmecken; zwei zaͤrtliche Geliebten ſind ge⸗ ſonnen, euch ein reizendes Loos zu bereiten; ſegnet den Tag, wo die Wuth des Meers und der Winde euch an dieſen Strand geworfen hat.

Wir folgten dem Schwarzen, ohne ihm zu ant⸗ worten; aber es lag nur an ihm, aus unſerm Still⸗ ſchweigen zu erkennen, daß die Damen, die uns er⸗ warteten, nicht ſehr zufrieden mit uns ſein wuͤrden: die Traurigkeit, oder vielmehr die Verzweiflung malte ſich in unſeren Augen.

Er fuͤhrte uns in die Huͤtte der ſchwarzen Koͤnigs⸗ tochter, und in ein Gemach, wo ſie mit ihrer Lieb⸗ lingsſklavinn zu Tiſche war und beide auf Haͤuten am Boden hingeſtreckt lagen.

Komm, ſetze dich zu mir, ſagte Huͤsnara zu ui, iund dein Gefaͤhrte mag ſich zu Mihrafia etzen.

Es ſtanden mehrere Fleiſchſpeiſen, von welchen man uns zu eſſen noͤthigte, und ſchwarze Sklaven boten uns von Zeit zu Zeit ein mit Honig bereitetes Ge⸗ traͤnk, in irdenen bemalten Schalen dar.

II. 20