Ssyfel Muͤluk. 3⁰1
daß er dir das Leben laße, ſo wie deinem Gefaͤhrten, weil Mihrafja, meine Lieblingsſklavinn, Geſchmack an ihm gefunden hat.“
Indem ſie alſo ſprach, ſtand ſie auf, und ver⸗ langte einen Schleier; und waͤhrend ſie ſich anſchickte, zu ihrem Vater zu gehen, ſagte ſie zu mir:
„Junger Menſch, kehre nach deiner Huͤtte zuruͤck, und ſage deinem Gefaͤhrten, daß er das Gluͤck haben ſoll, meine Lieblingsſklavinn zu beſitzen; bringe ihm dieſe angenehme Neuigkeit; erfreuet euch mit einander, und danket es euerm Heile, daß es euch beide von dem Ungluͤcke rettet, welches alle eure Gefaͤhrten be⸗ troffen hat, und euch ein vergnuͤgtes Leben an derſel⸗ ben Stelle bereitet, wo ſie den Tod gefunden haben. So bald die Fackel des Tages dieſe Inſel nicht mehr beleuchtet, werde ich dich zu mir zum Abendeſſen ho⸗ len laßen, und dann wollen wir uns mit einander erluſtigen.“
Ich dankte der Prinzeſſinn Huͤsnara fuͤr ihre Huld, obſchon ich feſt entſchloſſen war, eher zu ſterben, als ſie zu genießen. Ein Schwarzer, der zu meiner Be⸗ gleitung gerufen wurde, fuͤhrte mich wieder nach mei⸗ ner Huͤtte.
Es laͤßt ſich nicht ausdruͤcken, wie groß die Freude Saeds war, als er mich wiederſah; ſie wuͤrde nicht groͤßer geweſen ſein, und wenn wir uns durch ein Wunder aus den grauſamen Haͤnden der Schwarzen


