Teil eines Werkes 
2. Bd. (1827)
Entstehung
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298 101. Tag.

Mund, ſehr dicke Lippen, und ambrafarbige Zaͤhne. Ihre Haare waren kurz, ſehr kraus und ſchwaͤrzer, als Ebenholz. Auf dem Kopfe trug ſie eine einfache Muͤtze von gelber Leinwand, roth geſtickt, und daran einen Federbuſch von mancherlei Farben. Sie trug ein Halsband von dicken blauen und rothen Tala⸗ gaͤdſcha⸗Beeren;*) und ein langer Rock von Tiger⸗ fellen bedeckte ſie von den Schultern bis zu den Fuͤ⸗ ßen. Dieſes Weibsbild war eben nicht geeignet, mich Bedy al DOſchemals vergeſſen zu machen.

Naͤhere dich, junger Mann, redete ſie mich an, ſo bald ſie mich erblickte,komm, ſetze dich zu mir, ich habe dir Dinge zu eroͤffnen, welche dich daruͤber troͤſten werden, daß du in die Gewalt meines Vaters gefallen biſt. Nach dieſer Anrede, fuhr ſie fort, nachdem ich mich geſetzt hatte,wirſt du ſehr unge⸗ duldig ſein, zu wiſſen, was ich dir zu ſagen habe, und ich halte es dir zu Gute, weil von der wichtig⸗ ſten und fuͤr dich angenehmſten Sache auf der Welt die Rede iſt. Du haſt mir gleich auf den erſten Blick gefallen, und ich will dir nicht bloß das Leben retten, ſondern ich habe dich auch zu meinem Geliebten er⸗

*) Der Talagädcha⸗Baum hat gezähnte und faſt geſpal⸗ tene Blätter; ſeine Früchte werden geſammelt und gefärbt, und ſo tragen ſie bie Frauen als Arm⸗ und Halsbänder.