SésSyfel Muͤluk. 297
mich richteten:„Folge uns.“ Ich ſchauderte bei die⸗ ſen Worten, und wandte mich zu Saed, um ihm auf ewig Lebewohl zu ſagen. Wir hatten beide nicht die Kraft, ein Wort zu ſprechen, ſo ergriffen waren wir ploͤtzlich von Furcht und Schmerz. Wir begnuͤgten uns, durch unſere Blicke die Bewegungen unſerer Seele auszudruͤcken.
Die Schwarzen fuͤhrten mich in eine große Huͤtte, und ich glaubte, man wuͤrde mich hier opfern; aber beim Eintritt erblickte ich eine ſchwarze Frau, welche mich enttaͤuſchte, indem ſie mich ſo anredete:
„Beruhige dich, junger Menſch, du ſollſt nicht das Schickſal deiner Gefaͤhrten haben. Die Prinzeſ⸗ ſinn Huͤsnara, meine Gebieterinn, bewahrt dir ein ſuͤßeres Loos; ich ſage dir nicht mehr, denn ſie ſelber will dir dein Gluͤck ankuͤndigen; ich bin ihre Lieblings⸗ ſklavinn, und habe Befehl, dich in das geheimſte Ge⸗ mach des Palaſts zu fuͤhren, wo ſie dich mit Unge⸗ duld erwartet.“
Bei dieſen Worten entfernten ſich die zwei
Schwarzen, die mich hieher gefuͤhrt hatten, und die Lieblingsſklavinn Huͤsnara's nahm mich bei der Hand und fuͤhrte mich in ein kleines Gemach, wo ihre Ge⸗ bieterinn allein war und auf einer Art Sopha ſaß, der mit wilden Thierhaͤuten bedeckt war.
Dieſe Prinzeſſinn hatte Olivenfarbe, ſehr kleine blitzende Augen, eine aufgeworfene Naſe, einen großen


