Sésyfel Muͤluk. 4 291
Mein Gefolge beſtand bloß aus Saed und einigen Sklaven, deren Dienſteifer mir bekannt war.
Ich ſteckte mir bald den Ring, welchen ich aus dem Schatze meines Vaters genommen hatte, an den Finger, und ich that den ganzen Weg hindurch nichts anderes, als mich mit meinem Vertrauten von Bedy al Dſchemal unterhalten, deren Bildnis ich unablaͤßig in den Haͤnden hatte.
Als ich zu Bagdad angekommen war und alle Merkwuͤrdigkeiten dieſer Stadt beſehen hatte, befragte ich die Gelehrten daſelbſt, ob ſie mir nicht ſagen koͤnn⸗ ten, in welcher Weltgegend die Staaten des Koͤnigs Schabbal gelegen waͤren. Sie antworteten mir mit Nein; wenn mir aber ſehr daran laͤge, es zu wiſſen, ſo duͤrfte ich mich nur nach Basra bemuͤhen und ei⸗ nen hundert und ſiebenzigjaͤhrigen Greis, namens Padmanaba, aufſuchen: dieſem Manne waͤre nichts unbekannt, und er wuͤrde ohne Zweifel meine Neugierde befriedigen.
Ich reiſe ſofort von Bagdad ab, ich fliege nach Basra, und erkundige mich nach dem Greiſe. Man
zeigt mir ſeine Wohnung, ich gehe zu ihm, und ſehe einen ehrwuͤrdigen Mann, der noch ſehr kraͤftig er⸗ ſchien, obwohl beinahe zwei Jahrhunderte ſeine Stirne gefurcht hatten.
„Mein Sohn,“ ſagte er zu mir, mit freundlicher
Miene,„was ſteht zu deinen Dienſten?“


