Teil eines Werkes 
2. Bd. (1827)
Entstehung
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12 47. TDag.

Ach, mein Vater, ſagte er zu ihm,was wollt ihr thun? wozu laßt ihr euch hinreißend? be⸗ waͤhret ihr ſo die Unterwerfung, welche ihr den Gebo⸗ ten des Himmels ſchuldig ſeid? Gehet in euch; anſtatt ungeduldig ſeinem Willen zu widerſtreben, wollen wir lieber durch unſere Standhaftigkeit zu verdienen ſuchen, daß er uns wieder mit einem gnaͤdigeren Auge anſehe. Ich geſtehe es, wir ſind in einer ſehr uͤblen Lage, und koͤnnen nicht ohne Gefahr durch dieſe Kluͤfte gehen, aber es gibt vielleicht noch einen Weg zu jener Ebene: erlaubet, daß ich ihn ſuche. Ihr, lieber Vater, be⸗ ruhiget unterdeſſen die Heftigkeit eurer Gemuͤthsbewe⸗ gung, und bleibet hier mit der Mutter: ich bin bald wieder bei euch.

Geh, mein Sohn, antwortete der Chan,wir wollen dich hier erwarten; und fuͤrchte nicht mehr meine Verzweiflung; bis du wieder hier biſt, werde ich derſelben ſchon Meiſter ſein.

Der junge Prinz durchlief den ganzen Berg, ohne einen Weg zu entdecken. Er war daruͤber ſehr bekuͤm⸗ mert; er warf ſich nieder, wehklagte, und flehte den Himmel um Huͤlfe an. Dann ſtand er wieder auf, und ſuchte von neuem nach irgend einem Fußſteige welcher zu der Ebene fuͤhrte; endlich fand er einen: er verfolgte denſelben, indem er Gott fuͤr dieſe Gnade dankte, bis an den Fuß eines Baumes, der am Ein⸗ gang der Ebene ſtand und eine Quelle von reinem und