8 46. Sag.
Schatze zu ſich, und verließen ihre Hauptſtadt Aſtra⸗ kan, in Begleitung mehrerer Hausbeamten, welche ſie nicht verlaßen wollten, und der Reiterſchaaren welche ſich mit dem jungen Prinzen mitten durch die Feinde Bahn gemacht hatten.
Sie ſchlugen den Weg nach der Großen Bul⸗ garei ein, und ihre Abſicht war, bei irgend einem Fuͤrſten um Zuflucht zu bitten. Sie waren ſchon mehrere Tage unterweges, und hatten ſchon den Kaukaſus erreicht, als viertauſend Raͤuber, welche in dieſem Gebirge hauſen, ploͤtzlich uͤber ſie her ſtuͤrz⸗ ten. Obwohl Kalaf kaum vierhundert Mann hatte, ſo unterließ er jedoch nicht, ſich dem Anfalle der Raͤuber zu widerſetzen; er toͤdtete ſelbſt eine große Menge derſelben: aber er verlor alle ſeine Leute, und fiel endlich in die Gewalt dieſer Raͤuber, von denen die einen ſich aller Reichthuͤmer bemaͤchtigten, welche ſie fanden, waͤhrend die anderen das ganze Gefolge des Chans niedermetzelten. Sie verſchonten nur die⸗ ſen Fuͤrſten ſelber, ſeine Gemahlinn und ſeinen Sohn, und auch dieſe ließen ſie faſt nackt am Fuße des Ge⸗ birges zuruͤck.
Es iſt unbeſchreiblich, wie groß der Schmerz Ti⸗ murtaſchs war, als er ſich in dieſes aͤußerſte Elend verſetzt ſah. Er beneidete das Loos derjenigen, die er vor ſeinen Augen hatte umkommen ſehen, uͤberließ ſich der Verzweiflung, und wollte ſich den Tod geben.
.
——
—


