Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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262 44. D a g. Zu dieſen Worten fuͤgte er noch andere, um die Furcht zu zerſtreuen, von welcher die beiden Gatten

erfuͤllt ſchienen; hierauf nahm er Abſchied und wuͤnſchte ihnen alles Wohlergehen.

Als Kuluf und Dilara wieder allein waren, be⸗ gannen ſie, von ihrer Flucht zu reden und ſich darauf vorzubereiten. Sie erwarteten die Nacht mit großer Ungeduld; aber noch ehe ſie heran kam, hoͤrten ſie einen großen Laͤrm, und ſahen ploͤtzlich in dem Hofe der Karavanſerei mehrere Wachen zu Pferde erſcheinen. Bei dieſem Anblicke wurden die beiden Gatten von Schrecken ergriffen, denn ſie waͤhnten, es waͤre der Kadi, der den Sohn Abdallahs zur Hinrichtung abzu⸗ holen kaͤme. Bald aber verloren ſie dieſe Furcht: es waren die Wachen des Koͤnigs.

Der Hauptmann, der ſie anfuͤhrte, ſtieg vom Pferde, und trat mit einem Paͤckchen in das Zimmer, wo Kuluf mit ſeiner Frau war. Er gruͤßte ſie beide ehr⸗

erbietig, wandte ſich hierauf zu dem Mann, und ſagte zu ihm:

Herr, ich komme hieher im Namen des großen Usbek⸗Chan: er will den Sohn Maſßauds ſehen; er hat euer Abenteuer vernommen, und wuͤnſcht, daß ihr ſelber ihm alles erzaͤhlet, und er ſendet euch dieſes