Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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Kuluf uand Dilara. 261

Vater todt iſt, und daß ich alles Vermoͤgen verzehrt habe, welches er mir hinterlaßen hat.

Gleichwohl, erwiederte der Beamte,ſagt man, daß vierzig mit mancherlei Stoffen beladene Kameele fuͤr euch gekommen ſind, und daß Maſßaud an euch geſchrieben hat, als wenn ihr ſein eigener Sohn waͤret.

Es iſt wahr, verſetzte Kuluf,daß ich den Brief und die Waaren empfangen habe, aber ich bin deshalb doch nicht ſein Sohn.

Der Beamte fragte, wie die ganze Geſchichte zu⸗ gegangen waͤre; und als der Huͤlla ihm alles aus ein⸗ ander geſetzt hatte, ſagte er zu ihm:

Ich glaube mit euch, daß hier eine Verwechſe⸗ lung obwaltet, und daß der Sohn Maſßauds hier in Samarkand iſt. Demnach bin ich der Meinung, daß ihr beide dieſe Nacht euch durch die Flucht rettet.

Das iſt auch unſre Abſicht, antwortete Kuluf; vorausgeſetzt, daß der Kadi bis morgen in dem Irr⸗ thum bleibt, worin er iſt, wir verlangen nichts weiter.

Ihr duͤrft deshalb nicht in Unruhe ſein, erwie⸗ derte der Beamte;man muß hoffen, daß alles gut geht. Der Himmel will ohne Zweifel nicht, daß ihr umkommet, weil er durch ein Abenteuer, das einem Wunder gleicht, euch der euch zugedachten Todesſtrafe entzogen hat.