Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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44. Tag.

hat ſich vielleicht ſchon in Samarkand verbreitet; der wahre Sohn Maſßauds wird es auch vernehmen, und alsbald zu dem Kadi gehen und ihn enttaͤuſchen: was weiß ich, ob nicht augenblicklich der Richter zuͤruͤck⸗ koͤmmt, um mich zum Richtplatze zu ſchleppen?

Alſo redete Kuluf, der zwiſchen Furcht und Hoff⸗ nung ſchwebend, mehr zu beklagen war, als wenn er nichts mehr zu hoffen gehabt haͤtte: er waͤhnte unauf⸗ hoͤrlich den Kadi und Taher enttaͤuſcht und wuͤthend wiederkommen zu ſehen; jeder Augenblick ſteigerte ſeine Unruhe.

Waͤhrend er in dieſer Bewegung war, kam der Beamte des Koͤnigs, derſelbe Mann, der vor zwei Tagen bei ihm geweſen war, und ſagte, indem er hereintrat:

Herr Huͤlla, ich habe vernommen, daß eure Lei⸗ den geendigt ſind, und daß endlich der Himmel einen guͤnſtigen Blick auf euch geworfen hat; ich komme, euch meine Freude daruͤber zu bezeugen, und zugleich euch einen Vorwurf zu machen: ihr ſeid nicht aufrich⸗ tig; warum habt ihr mir denn geſagt, ihr ſeiet nicht der Sohn Maſßauds? warum habt ihr mich ge⸗ taͤuſcht?.

Mein lieber Herr, antwortete der Sohn Abdal⸗ lahs,ich habe euch die Wahrheit geſagt; ich bin nicht aus Chodſchend, ſondern aus Damask, wie ich euch ſchon geſagt habe. Es iſt lange her, daß mein