Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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Kuluf und Dilara. 257

Melde mir doch aufs baldigſte, wie du dich befindeſt, damit unſer Herz ſich troͤſte und wie⸗ der Freude und Heil empfinde.

Maſßaud.

Kaum hatte der Sohn Abdallahs dieſen Brief gele⸗

ſen, als er die vierzig Kameele, welche von Chodſchend kamen, in ſeinen Hof ſchreiten ſah. Hierauf ſagte der Fuͤhrer Dſchoher zu ihm:

Mein Herr und Meiſter, habt die Guͤte, wenn

es euch beliebt, und befehlet, daß man die Kameele entlade, und die Ballen in irgend einen großen Saal bringe. Was Teufel bedeutet dieß alles? ſagte Kuluf bei ſich ſelher:Ich habe wohl uͤberraſchende Aben⸗ eeuer erlebt; aber, bei Ali! dieſes hier uͤbertrifft ſie alle. Dieſer Fuͤhrer Dſchoher redet mich an, als ob er mich wohl kenne, der Kadi und Muſaffer ſcheinen durch dieſen Anſchein getaͤuſcht zu ſein. Wohlan! bbgleich dieß alles meine Faſſung uͤberſteigt, ſo wol⸗ len wir doch nicht unterlaßen, es zu benutzen. Das Gluͤck will mich ohne Zweifel durch einen ſeiner eigen⸗ ſinnigen Streiche retten, oder der Himmel hat zu meinen Gunſten ein Wunder thun wollen.