Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Kuluf und Dilara. 255

den Haͤnden einiger Sklavinnen war, die ihr zu Huͤlfe eilten, benutzte Kuluf dieſen Augenblick, und ging dem Kadi entgegen.

Aber der Richter, weit entfernt, ihn zum Tode abfuͤhren zu wollen, gruͤßte ihn ehrerbietig, und ſagte laͤchelnd zu ihm:

Herr, der Bote, welcher nach Chodſchend ge⸗ ſchickt worden, iſt zuruͤck gekommen, in Begleitung eines Dieners eures Vaters Maſßaud, der euch vier⸗ zig mit Stoffen, feiner Leinwand und anderen Waaren beladene Kameele ſendet. Wir zweifeln nun nicht mehr, daß ihr der Sohn dieſes reichen Kaufmanns ſeid, und wir bitten euch, der uͤblen Behandlung zu vergeſſen, welche wir euch angethan haben.

Nachdem der Richter dieſe Rede gehalten hatte, welche Kuluf aufs hoͤchſte in Erſtaunen ſetzte, bezeug⸗ ten Muſaffer und ſein Sohn dem Hulla, wie Leid es ihnen thaͤte, daß er die Schlaͤge empfangen haͤtte.

Ich entſage, ſprach Taher zu ihm,den An⸗ ſpruͤchen, welche ich auf Dilara hatte. Ich willige ein, daß ſie die eurige ſei, und ich uͤberlaße ſie euch, unter der Bedingung, daß wenn es euch etwa einfaͤllt, ſie zu verſtoßen, und ſie wiedernehmen wollt, ihr mich zum Huͤlla waͤhlet.

Kuluf wußte nicht, was er von allem, was er hoͤrte, denken ſollte; er waͤhnte, der Kadi und Taher verſpotteten ihn, und ſie wuͤrden bald in einem