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„Nein, nein,“ ſagte der Beamte;„ich bitte euch ſelbſt keinen Umſtand davon zu unterdruͤcken.“
Hierauf begann nun der Sohn Abdallahs die Erzaͤhlung ſeiner Abenteuer; er entdeckte ſeine ganze Verſtellung, und bekannte, daß er nicht der Sohn Maſßauds waͤre, ſondern daß er zu dieſem Vorgeben bloß ſeine Zuflucht genommen, um ſich den Beſitz Dilara's zu ſichern:„aber,“ fuhr er fort,„meine Luͤge hat nicht ganz die Wirkung gehabt, welche ich
davon erwartete; man hat mir nicht auf mein Wort.
glauben wollen, ſondern einen Eilboten nach Chodſchend geſchickt, der binnen drei Tagen wieder hier ſein wird. Demnach wird der Kadi, der uns ſtrenge bewachen laͤßt, bald meine Betruͤgerei entdecken, und mich durch einen ſchmaͤhlichen Tod dafuͤr beſtrafen. Dieſer Tod iſt gleichwohl nicht, was mich betruͤbt, ſondern das Herannahen des unſeligen Augenblicks, der mich fuͤr immer von meinem geliebten Gegenſtande trennen ſoll: dieſer Gedanke allein iſt mein ganzer Kummer.“
Waͤhrend er, mit untermiſchten Seufzern und Thraͤnen, dieſes ſagte, zerſchmolz die Frau ihrerſeits in Thraͤnen, und gab durch den Schmerz, von wel⸗ chem ſie ergriffen ſchien, genugſam zu erkennnen„ daß ſie Kulufs Empfindungen mit ihm theilte.
Der Beamte des Koͤnigs ſah dieſes Schauſpiel nicht ohne Mitleid:
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