248 42. Tag.
Schoͤnheit der Frau, ſich nicht enthalten konnte auszu⸗ rufen:
„Ah! Herr Huͤlla, ich bin nun nicht mehr ver⸗ wundert uͤber eure Feſtigkeit vor dem Richter zu er⸗ ſcheinen.“
Sie ſetzten ſich alle drei zu Tiſche, der mit mehre⸗ ren Speiſen beſetzt war. Da ſtanden alle Arten
ilau, und Bogra, ſo mit Ingwer, langem ſchwarzem und weißem Pfeffer und friſcher Butter be⸗ reitet wird; ferner Riſchté y pulad, beſtehend aus Safran, Weineſſig, Honig und Terebinthen; und ein Juſchberré, das heißt ein geſchmortes Lamm, deſ⸗ ſen Dombé, oder Fettſchwanz, mit gewuͤrzigen Kraͤutern gefuͤllt, eine beſondere Schuͤſſel machte.
Nach dem Eſſen, brachten die Sklaven rothen Wein von Schiras, weißen Wein von Kismiſche, und ambraduftigen Roſſoli, genannt Raki⸗moa nber; und hierauf wurden Wohlgeruͤche umhergereicht.
Jetzt ließ Dilara ſich ein Tamburin bringen, und
egann darauf zu ſpielen, indem ſie dazu ein Lied in
der Weiſe Ueſſal ſang. Darnach forderte ſie eine Laute, ſtimmte ſie,
und ſpielte ſie auf eine Weiſe, daß der Beamte des Koͤnigs davon bezaubert war. Endlich nahm ſie eine Zither, und ſang dazu ein zaͤrt⸗ liches Lied in der Weiſe Nava, deren man ſich zu Klagen uͤber die Abweſenheit des Geliebten bedient.


