Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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Kuluf und Dilara. 245

Weibes machten, uͤber ſie nach Gefallen zu ſchalten, und ſie dahin zu fuͤhren, wo es ihm beliebte.

Muſaffer und ſein Sohn ermangelten nicht, ſich dem zu widerſetzen. Taher beſonders betheuerte, er wuͤrde nimmer zugeben, daß Dilara aus ſeinem Hauſe ginge: Kuluf ſeinerſeits ließ nicht nach, derge⸗ ſtalt, daß man nochmals den Kadi angehen mußte.

Als der Richter von dem Gegenſtande, der ſie wieder vor ihn fuͤhrte, unterrichtet war, fragte er ne Huͤlla, warum er das Haus Muſaffers verlaßen wollte.

Herr, antwortete ihm der Sohn Abdallahs, nich habe meinen Vater Maſßaud oft ſagen gehoͤrt:

wenn man bei ſeinen Feinden hauſet, muß man ſich ſo bald als moͤglich von ihnen trennen; demnach moͤchte ich gern anderswo wohnen, bis Nachricht von Chodſchend koͤmmt. Meine Frau wuͤnſcht es eben ſo ſehr, als ich.

Ha, der Luͤgner! rief Taher bei dieſen Worten aus;Dilara ſeufzet, Dilara iſt in Thraͤnen, ſeitdem dieſer Elende ihr Mann iſt, und er hat die Unver⸗ ſchaͤmtheit zu ſagen, daß es ihr uͤberdruͤſſig iſt, bei mir zu wohnen!

Ja, ich hab' es geſagt, erwiederte Kuluf,und ich ſage es nochmals: meine Frau liebt mich, und wuͤnſcht nichts ſehnlicher, als ſich von euch zu ent⸗ fernen. Wenn dieß nicht wahr iſt, wenn ſie andere