Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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242 41. Tag.

Ah, theurer Gatte, alles geht gut: wir duͤrfen nichts mehr fuͤrchten. Ehe der Eilbote von Chodſchend zuruͤckgekommen, ja bevor er noch dort angelangt iſt, nehmen wir beide die Flucht; wir verlaßen eines Nachts Samarkand, begeben uns ſo ſchleunig als möglich nach Bocharah,*) und leben dort von mei⸗ nem Heiratsgut in einer Ruhe, welche unſere Feinde nicht ſtoͤren koͤnnen.

Kuluf ſtimmte Dilara's Gedanken bei. Sie be⸗ ſchloſſen zu entfliehen; aber da ſie in dem Hauſe, wo ſie wohnten, zu ſehr beobachtet waren, um ihr Vor⸗ haben ungeſtoͤrt ausfuͤhren zu koͤnnen, ſo hielten ſie es fuͤr noͤthig, eine andere Wohnung zu nehmen, ſolches Muſaffer zu erklaͤren, und wenn er ſich dem wider⸗ ſetzete, den Kadi um die Erlaubnis anzuſprechen.

Nachdem dieſes unter ihnen verabredet war, ging der Sohn Abdallahs auf der Stelle zu Muſaffer und ſeinem Sohn, und ſagte zu ihnen, daß er denſelben Tag noch eine andere Wohnung beziehen wollte, und verlangte, weil die Geſetze ihn zum Herrn ſeines

*) Hauptſtadt von Transoxanien, nördlich des Oxus, ehe Samarkand es durch die Tataren ward, und noch Hauptort des Karavanenzuges aus Rußland nach China, darnach auch das ganze dazwiſchen liegende Land Bucha⸗ rey genannt witd. H.