Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Kuluf und Dilara. 239

Sicherlich, antwortete der Sohn Abdallahs; ihr ſehet wohl, mein Herr, daß ich nicht als ein elender im Staube aufgewachſen bin.

Ei, warum, junger Mann, fuhr der Richter fort,habt ihr das nicht geſtern ſchon erklaͤrt? ich haͤtte euch dann nicht mishandeln laßen. Herr, ſetzte er hinzu, indem er ſich zu Muſaffer wandte, was der Huͤlla da ſagt, das aͤndert den Fall; da er der einzige Sohn eines reichen Kaufmanns iſt, ſo er⸗ lauben die Geſetze nicht, ihn zu zwingen, daß er ſeine Frau verſtoße.

Schoͤn! Herr Kadi, unterbrach ihn Taher, meßt ihr denn dieſem Betruͤger Glauben bei? er nennt ſich den Sohn Maſßauds, um die Stockſchlaͤge abzuwenden und Zeit zu gewinnen.

Ich weiß nicht, was ich glauben ſoll, ſagte der Richter;aber ſei es, daß er luͤge, oder daß er die Wahrheit ſage, es iſt mir verboten, weiter zu gehen: alles was ich zu euren Gunſten verfuͤgen kann, be⸗ ſteht darin, dem Huͤlla aufzulegen, daß er beweiſe, was er behauptet.

Wir verlangen nichts weiter, ſagte hierauf Mu⸗ ſaffer.Ich will ſelbſt auf meine Koſten einen beſon⸗ dern Boten nach Chodſchend ſchicken; ich kenne Maſßaud, da ich ihn einigemal hier geſehen habe, und weiß wohl, daß er ein ſehr reicher Kaufmann iſt: