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wenn der Huͤlla wirklich ſein Sohn iſt, ſo wollen wir ihm Dilara uͤberlaßen.“
„Ja,“ ſagte Taher dazu;„aber unterdeſſen, bis der Bote zuruͤckkoͤmmt, wuͤrde es paſſend ſein, wie mich duͤnkt, die beiden Gatten getrennt leben zu laßen.“
„Das iſt gegen die Vorſchriften,“ verſetzte der Kadi,„die Frau muß bei ihrem Manne bleiben; man koͤnnte ſie ihm nicht wegnehmen, ohne eine von den Geſetzen verurtheilte Gewaltthat zu begehn. Schicket alſo jemand nach Chodſchend, welches nur ſieben Tagereiſen von hier iſt. Binnen vierzehn Tagen werden wir wiſſen, was wir von dem Huͤlla denken ſollen. Iſt er der Sohn Maſßauds, ſo ſoll er ſeine Frau nicht verſtoßen: aber ich ſchwoͤre es bei dem ſchwarzen Steine*) des heiligen Tempels zu
*) Hadſchar Allaſſovad, ſchwarzer Stein, heißt vorzugs⸗ weiſe der an einem Pfeiler der Halle des Tempels zu Mekka befeſtigte ſchwarze Stein, welchen die Muſelmänner bei ih⸗ rer Wallfahrt fleißig küſſen, und mancherlei Wunder unund Abenteuer von ihm erzählen, z. B. daß er auf dem Waſſer ſchwimme, und wiederum manchmal ſo ſchwer ſei, daß er nicht fortbewegt werden könne. Seine Schickſale erzählt Herbelot, Oriental. Bibl. unter Hagiar Allaſſovad. Er wurde einſt in den Brunnen Semſem geworfen, und dieſer vermauert, aber von Mohammeds Großvater durch
Offenbarung wiedergefunden und an ſeine uralte Stelle ge⸗


