Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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236 39. 40. Tag.

meßliche Reichthuͤmer beſitzt. Ihr duͤrft nur behaup⸗ ten, er ſei euer Vater. Verſichert ſelbſt dreiſt, daß ihr bald Nachricht von ihm empfangen werdet, welche aller Welt zu erkennen geben wird, daß ihr nur die Wahrheit ſaget.

Bierzigſter T ag.

Kuluf verſprach Dilara, ſich dieſes Vorgebens zu bedienen, um wo moͤglich die Mishandlungen zu ver⸗ meiden, welche man ihm zudachte; und die Hoffnung, welche beide hegten, daß ſie durch dieſes Mittel den Kadi vermoͤgen wuͤrden, ſie beiſammen leben zu laßen, machte ſie ruhiger. Sie ergaben ſich allmaͤhlich beide dem Zuge ihrer Herzen; und ihre Gedanken von den Leiden der Zukunft abwendend, uͤberließen ſie ſich den Freuden der Gegenwart.

Sie verlebten den uͤbrigen Theil des Tages und die ganze Nacht, wie zwei von ihrem Looſe entzuͤckte Gatten: aber ſo bald es Tag ward, kam man, ihre Freude zu ſtoͤren. Die Leute des Kadi's, unter Tahers Anfuͤhrung, kamen vor die Kammerthuͤre, klopften un⸗ geſtuͤm an, und riefen:

Auf, auf, Herr Huͤlla! es iſt Zeit vor dem Richter zu erſcheinen: ſtehet auf!