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es als eine ſuͤße Linderung ſeiner Leiden zu betrachten, daß man ihm die Freiheit gab, Dilara wiederzuſehen.
Neun und dreißigſter Tag.
Muſaffer verſuchte nochmals den Sohn Abdallahs guͤtlich zu bereden. Er that ihm neue Verſprechungen; er bot ihm bis auf dreihundert Zeckienen, wenn er auf der Stelle die Tochter Boyruͤks verſtieße; und waͤhrend er ſo nichts ſparte, den Kuluf fuͤr ſich zu gewinnen, ging Taher in das Zimmer der Frau.
Dieſe war in einer unbeſchreiblichen Bewegung. Voll Ungeduld, zu erfahren, was bei dem Kadi vor⸗ gegangen war, erwartete ſie Kuluf mit der hoͤchſten Unruhe. Obwohl ſeiner Liebe verſichert, fuͤrchtete ſie jedoch, daß ſeine Feſtigkeit ſich verlaͤugnet haͤtte, und ſie konnte nicht umhin, dieß zu glauben, als ſie ih⸗ ren erſten Mann hereintreten ſah. Sie ſchauderte bei ſeinem Anblick, in dem Gedanken, er kaͤme, ihr dieſe ſchreckliche Neuigkeit zu verkuͤndigen, und wenig fehlte, ſo waͤre ſie in Ohnmacht geſunken.
Taher ließ ſich durch dieſen Ausdruck des Schmer⸗ zes taͤuſchen. Er bildete ſich ein, es haͤtte ſchon je⸗ mand der Frau geſagt, daß der Hulla ſich weigerte, ſie zu verſtoßen, und hielt dieſe Weigerung fuͤr die


